Belohnung & Strafe
1.Belohnung
Wenn ich darüber nachdenke, kann ich es bei weitem nicht erfassen, was auf uns wartet
Eine Ewigkeit, die bildhaft in Offenbarung 21 und 22 mit dem Jerusalem das von oben auf die neue Erde herabkommt beschrieben wird. Gott ist dort völlig eins mit seiner Schöpfung, und wir so umgewandelt, dass wir durchsichtigem Gold und Jaspis gleichen, welches das Licht des Herrn bricht, und somit seiner Herrlichkeit gleicht
Dies erwartet jeden Gläubigen, der durch den Geist wiedergeboren wurde
Das Wort spricht reichlich über die Belohnung, die uns im 1000 jährigen Reich zu teil werden soll. Der Herr ist der Herzog unserer Errettung, er ging uns voran, er hat alles dafür getan, dass wir diese Belohnung erhalten können
Er hat uns wie in Röm. 6 beschrieben, von der Macht der Sünde befreit
In Röm. 7 zeigt Paulus, dass wir vom Gesetz der Sünde und des Todes befreit sind
Dies wird allerdings nur wirksam, wenn wir bereit sind Tag für Tag zu „sterben“ Röm. 8:36-37
Unser alter Mensch muss ganz ausgezogen, d.h. beendet werden Eph. 4:22-24
Auch unser Selbst, das ohne Gott gerecht und gut sein will muss beendet werden Röm. 7:4
Die Lösung ist in Röm. 8 das Gesetz des Geistes des Lebens, das in uns das Wollen und das Vollbringen schafft, ER hat das gute Werk in uns begonnen, und kann es auch vollenden
Wenn wir so mit der Gnade zusammenarbeiten, 1.Kor. 15:10; Tit. 2:11-12, werden wir die Belohnung im 1000 jährigen Reich bekommen
Beispiele der Belohnung:
- Gott schauen Mt. 5:8
- Eingehen in die Freude des Herrn und über alle Habe gesetzt Mt. 25:21, 23
- Beim Hochzeitsfest dabei sein Mt. 25:10
- Die Erde erben Mt. 5:5; Ps. 37:11
- Siegeskranz erhalten 1.Kor. 9:25; Jak. 1:12; 2.Tim. 4:8; Off. 2:10
- Säule im Tempel Gottes Off. 3:12
- Herrschen über die Heidenvölker Off. 20:6, 3:21, 2:26-27, 20:4
- Gott als Priester dienen Off. 20:6, 5:10, 7:15
2.Strafe, Schaden leiden
Dieses Thema ist meist unbekannt, oder es wird nicht angesprochen
Dabei ist es doch essenziell für unser Leben als Nachfolger Jesu
Zwei Voraussetzungen, um dies im Wort sehen zu können sind:
a) Es gibt einen Richterstuhl Christi, vor dem wir Gläubigen erscheinen müssen, und dort wird vom Herrn Jesus beurteilt, was wir durch unseren Leib gewirkt haben
b) Viele Gleichnisse werden auf Gläubige und Ungläubige gedeutet, dabei sprechen sie nur zu uns Gläubigen
Vorab möchten wir betonen, dass wer wiedergeboren ist, das ewige Leben nicht verlieren kann
Das 1000 jährige Reich hingegen ist eine Zeit von Belohnung oder Strafe
Nicht jeder Wiedergeborene erhält automatisch in diesem Zeitalter die Belohnung mit Christus zu herrschen
In Offenbarung sehen wir am Ende das neue Jerusalem. Das sind wir, vereint mit unserem Bräutigam Jesus, und durchdrungen von seiner Natur und Herrlichkeit.
Wenn wir gläubig werden, beginnt diese Umwandlung. Der Herr ist gerecht, jeden der bei diesem Prozess mitarbeitet wird er belohnen. Wenn hingegen Gläubige das leben, was sie wollen, werden sie eine Strafe erhalten. Der Herr wird sein Ziel immer mit uns erreichen, gegebenenfalls auch durch Züchtigung
Wir wollen dir damit keine Angst machen, sondern hoffen, dass du nicht einem Wohlstandsevangelium, sondern dem Herrn ernsthaft und mit ganzem Herzen nachfolgst
Er hat alles vorbereitet, damit wir diese Belohnung erhalten, und wir mit ihm im 1000 jährigen Reich auf dem Thron sitzen Off. 3:21
a) Der Richterstuhl Christi
Lassen wir das Wort für sich selbst sprechen
Röm 14:10-12
10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen;
11 denn es steht geschrieben: »So wahr ich lebe, spricht der Herr: Mir soll sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen«.
12 So wird also jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.
2Kor 5:10 Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse
Alle Gläubigen müssen also vor dem Richterstuhl Christi erscheinen und Rechenschaft abgeben, was sie in ihrem Leben als Gläubige getan haben
2.Kor. zeigt, dass wir Gutes oder auch Böses wirken können
1.Kor. 3:10-17 zeigt, dass wir auf das Fundament, welches Christus ist, entweder mit Holz, Heu, Stroh, oder mit Gold, Silber und Edelsteinen bauen können
Entsprechend dem, mit was wir gebaut haben, werden wir eine Belohnung empfangen, oder Schaden leiden, siehe Vers 14 und 15
Gerettet wie durchs Feuer hindurch meint, dass wir gerade so mit dem ewigen Leben davonkommen
Weitere Stellen, die zeigen, dass wenn der Herr Jesus kommt, die Gläubigen nach ihrem Tun empfangen werden
Off. 22:12, 11:18, 2:23; Mt. 16:27
b) Gleichnisse die oft nicht richtig gedeutet werden
Diese Gleichnisse sprechen zu Gläubigen
Mt. 25:1:13 Zehn Jungfrauen (V.10-11)
Mt. 25:14-30 Die anvertrauten Talente (V.30)
Lk. 12:35-48 Ermahnung zur Wachsamkeit (V.47-48)
Joh. 15:1-11 Der Weinstock und die Reben (V.6)
1.Kor. 3:10-17 Auf dem Fundament (Christus) bauen Holz, Heu Stroh (V.15)
Mt. 5:22 Wer zu seinem Bruder sagt
Mt. 5:23-26 Ermahnung zur Versöhnung unter Brüdern
Mt. 7:24-27 Der kluge und der törichte Baumeister