Festzeiten & Feste

Welche Feste sind gemeint, und was bedeuten sie für uns heute im neuen Bund

Es handelt sich um die 7 Feste, die u.a. in 3. Mose 23 beschrieben sind

  • Das Passah Fest
  • Das Fest der ungesäuerten Brote
  • Das Erstlingsfest
  • Das Wochenfest oder Pfingstfest
  • Das Posaunenfest oder Fest des Hörnerschalls
  • Der Versöhnungstag
  • Das Laubhüttenfest

Zu Beginn des Kapitels wird auch der Sabbat erwähnt
Jede Festzeit beginnt und endet mit einem Sabbat

Im AT hat Gott drei Festzeiten verordnet
5Mo 16:16
Dreimal im Jahr soll alles männliche Volk bei dir vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an dem Ort, den er erwählen wird: am Fest der ungesäuerten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten. Aber niemand soll mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen

Für uns heute ist wichtig zu sehen, dass der Herr Jesus die Erfüllung und die Wirklichkeit jedes einzelnen Festes ist. Jedes Fest können wir heute täglich erfahren
Mit jedem Fest können wir zum einen Jesus mehr erkennen und erfahren, zum anderen kann seine Kraft durch das „bewusste feiern des Festes“ in uns wirksam werden
Diese Feste sind heute nicht für uns physisch zu feiern, sondern im Geist
Wir dürfen den Herrn bitten, dass er uns beim Lesen des AT die Decke wegnimmt 2.Kor. 3:14-16, und dass er uns durch den Heiligen Geist offenbart, wie Christus und sich selbst in den Festen gegeben hat, damit wir ein Leben im Geist, im Sieg und als Überwinder führen

Man kann die 7 Feste ebenfalls in zwei Gruppen einteilen

  1. Die ersten vier Feste
    diese hat Jesus bei seinem ersten Kommen bereits erfüllt
    sie helfen uns dabei täglich zu überwinden
  2. Die letzten drei Feste
    diese bereiten uns auf seine Wiederkunft vor

Das Passah Fest

Christus ist das wahre Passah Lamm 1.Kor. 5:7-8
Er hat uns vom ewigen Tod befreit und uns von der Sklaverei der Sünde erlöst, und nun müssen wir nicht mehr so leben, wie wir es früher getan haben, indem wir den Begierden der Welt und der Lust des Fleisches gefolgt sind
Unsere Bürgerschaft ist nun im Himmel, und nicht mehr auf der Erde
Was wir nun leben, leben wir für Gott und nicht mehr für uns selbst
Wenn uns die Welt gefangen nehmen möchte, können wir dieses Fest feiern, indem wir den Namen des Herrn Jesus anrufen, und er uns durch seine Kraft von der Welt und dem Tod, und allem Alten befreit

Das Fest der ungesäuerten Brote

Es muss keine Bosheit, schlechte Gedanken, Wut, Hass, Neid und Zorn in uns sein, sondern wir haben Teil am Leben des Herrn Jesus, dem neuen geistlichen Leben in uns. Dieses Leben entspricht der Natur Gottes und ist rein und heilig. Der Herr kann uns von allem alten und schlechten befreien. Er ist das ungesäuerte Brot, dass uns auch durch sein Wort zu teil wird
Durch das Fest können wir jeden bösen Gedanken ausfegen und uns mit dem himmlischen Brot füllen. Jesus sagt, ich bin das Brot, das aus dem Himmel herab gekommen ist, und meine Worte sind Leben und sind Geist

Das Erstlingsfest

Wir sind mit dem Herrn Jesus gestorben und mit ihm auch auferweckt. Er kann uns von allem Tod, geistlichem Tod befreien. Wenn wir schwach sind, keine Kraft und Lust haben für Gott zu leben, dann befreit uns der Herr durch dieses Fest davon und befähigt uns in seiner Auferstehungskraft zu leben

Das Wochen- oder Pfingstfest

Bestimmt ist uns bekannt, dass der Herr Jesus nach seiner Auferstehung aufgefahren ist, und sich zu Rechten Gottes gesetzt hat. In Eph. 2 lesen wir, dass auch wir mit ihm in die himmlischen Regionen versetzt sind, und auch alles unter unsere Füße getan ist. Wir sind sein Leib, und wenn der Satan unter den Füßen Jesu ist, dann ist er auch unter unseren Füßen
Mit diesem Fest kann der Herr uns von unserer irdischen Gesinnung, dem Zustand des Mangels und der Niederlage, nach oben heben, und uns den Sieg über den Satan und alle Schwierigkeiten und Probleme geben
Er hat seinen Geist ausgegossen, damit wir mit Kraft aus der Höhe erfüllt werden
Auch hat der Herr jede trennende Mauer niedergerissen, und kann dadurch trotz aller Unterschiedlichkeit  seine Gemeinde bauen

Das Posaunen Fest

In 4.Mose 10 wird genau beschrieben, wann und wie die silbernen Trompeten geblasen oder gestoßen werden sollen, z.B. die Gemeinde zusammenrufen, sich zum Aufbruch bereit machen, oder zum Kampf rüsten
Wir haben heute einen Mund, der das Evangelium verkündigen kann. Auch in unseren Gemeinschaften können wir mit unserem Mund Gott preisen, danken, lobsingen, weissagen, prophetisch reden usw. Das Fest dient also zur Rettung der Ungläubigen, und zum Aufbau der Gemeinde, des Leibes Christi, der zu einem Tempel wachsen soll
Auch ist es wichtig, dass wir auf unser Reden achten, und wenn wir merken, dass unser Reden unrein ist, müssen wir unsere Lippen vom Herrn reinigen und heiligen lassen

Der Versöhnungstag

Solange wir leben, möchte unsere Seele sich Gott nicht unterordnen, sondern das tun, was ihr gefällt. Auch unser Fleisch möchte lieber der Begierde und der Lust nachgehen. Wie Paulus in Röm. 7 schreibt, das Gute was er will, tut er nicht, sondern das Böse was er nicht will, das tut er
Selbst, wenn es um die geistlichen und frommen Werke geht, wollen wir lieber das tun, was uns in den Sinn kommt, was uns gefällt, oder uns angenehm ist
Wenn wir dieses Fest halten, kann Gottes Geist uns davon befreien. Wir sind durch Christus in der Lage uns Gott unterzuordnen, uns zu demütigen, uns von allem Alten und aller Befleckung reinigen zu lassen und von den eigenen Werken zu ruhen
Unsere Seele wird somit beständig gerettet
Dadurch bekommen wir Freimut bis ins Allerheiligste vorwärtszukommen, wieder reine Gemeinschaft mit Gott zu haben, nach seinem Willen zu fragen, und von dem Herrn zu lernen sanftmütig und von Herzen demütig zu sein
Wir tun Fleiß in seine Ruhe hineinzukommen, und jagen der Heiligung nach

Das Laubhüttenfest

Dieses Fest erinnert uns daran, dass wir auf dieser Erde nichts mehr haben. Wir besitzen bzw. verwalten Dinge und dürfen diese gebrauchen, allerdings so, als gebrauchten wir sie nicht. Sogar die die Frauen haben, sollen so sein, als hätten sie keine 1.Kor. 7. Dies bedeutet, dass wir unser Herz an gar nichts anderes hängen sollen, als an den Herrn allein
Unsere Bürgerschaft ist im Himmel, das neue Leben in uns ist von Oben, wir sollen unser Denken erneuern lassen und auf das sinnen, was droben ist
Mit dieser Welt haben wir nichts mehr gemeinsam, wir sind Pilger und Fremdlinge

Wir sollen den Herrn und sein Kommen jeden Tag erwarten. Wie eine Jungfrau auf ihre Hochzeit wartet, so soll unser Begehren das Kommen des Herrn Jesus unseres Bräutigam sein
Dies alles kann und will der Herr Jesus in uns durch dieses Fest bewirken