Königliche Priesterschaft
1.Priesterschaft
Zu diesem Thema lohnt sich ein Blick in das AT.
Aaron ist als Hohepriester ein Bild auf Christus, der der Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks ist.
Die Leviten wurden als Stamm zu Priestern berufen.
Ursprünglich wurde schon damals das ganze Volk zu Priestern berufen, aber elf von zwölf Stämmen wollten das nicht.
In 2.Mose 19:4-6 hat Gott das ganze Volk zu einem heiligen Volk, ein Volk von Königen und Priestern berufen:
4 Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe, und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.
5 Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir,
6 ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein! Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst.
Die Israeliten sollten als Bedingung seiner Stimme gehorchen, und seinen Bund bewahren.
Sie konnten als dieses besondere Volk seines Eigentums nicht einfach tun was sie wollten.
In 5.Mose 12:8 mahnt Gott sein Volk, dass nicht jeder tun darf, was in seien Augen recht ist. Auch in Richter 17:6 und 21:5 heißt es, da es keinen König gab, tat jeder was recht war in seinen Augen.
Wir haben heute im neuen Bund einen König, unseren Herr Jesus, und auch wir dürfen nicht tun, was in unseren Augen recht ist.
Als Gott sein Volk in das gute Land gebracht hat, hatte er einen Ort erwählt, an dem sie ihn priesterlich dienen sollten. Es dauerte allerdings 400 Jahre, bis endlich David nach diesem Ort fragte und ihn eroberte, Jebus, das ist Jerusalem, und der Berg Zion, die Stadt Davids.
Schon Abraham brachte dort ein Brandopfer dar. Heute ist der Berg als Tempelberg bekannt. Die Juden warten sehnsüchtig darauf, dass sie dort endlich wieder Gott den Vater mit Tieropfern anbeten dürfen.
Damals waren die Söhne Levis die Priester. Heute sind wir alle zu Priestern berufen.
Das gute Land ist ein Bild auf Christus, das bedeutet, wenn wir in Christus hineingetauft werden, gibt es ebenfalls eine Bestimmung für uns, einen Ort, eine Art und Weise, wie Gott der Vater angebetet werden möchte.
Jesus zeigt dies in Johannes 4:23-24
23 Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Auch Petrus schreibt davon:
1Pt 2:5 so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.
Im AT waren die Dinge physisch, ein Schattenbild auf Christus. Im neuen Bund sind sie die geistliche Wirklichkeit.
Priester sein bedeutet heute für uns Christus zu erfahren und zu gewinnen, und von dem Geist in sein Bild umgewandelt zu werden, so dass die neue Schöpfung in uns und durch uns sichtbar wird. Das ist die Frucht, die wir in dem guten Land (Christus) gewinnen dürfen.
Wenn wir zur Festversammlung zusammenkommen, feiern wir am Tisch des Herrn die Erfahrungen mit Christus in den Festen, und bringen dem Vater geistliche Opfer dar.
2.Königreich von Priestern
Um den Herrn Jesus zu gewinnen, müssen wir im Alltag unser Seelenleben verlieren. Wie unser Herr Jesus gebetet hat, Vater, nicht mein Wille geschehe, sondern dein Wille.
Auch sagte er, ich tue nichts aus mir selbst, sondern wie mich der Vater gelehrt hat, Joh. 8:28.
König sein bedeutet zu herrschen, über die Sünde, über das Fleisch, über die Seele, über den Feind und seine Angriffe. Dies meint das Wort auch vielfach mit zur Reife kommen, oder zu überwinden.
In den Sendschreiben wird immer wieder betont, wer überwindet, dem werde ich geben.
Auf uns wartet ein wunderbares Ziel, eine Aufgabe, die wir heute schon erlernen müssen, mit Christus zu herrschen und regieren, und dem Vater als Priester dienen im 1000 jährigen Reich und in Ewigkeit.
Offb 3:21Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.
Offb 20:4,6
4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die 1000 Jahre mit Christus.
6 Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1000 Jahre.
Offb 22:3 Und es wird keinen Fluch mehr geben; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen;
Im Griechischen steht hier für dienen das Wort „Latreuo“, was Priesterlich dienen meint.